Flow.Control. – Autoren schreiben zum Thema des kommenden Trendtags am 15. September 2010
In den kommenden Monaten laden wir renommierte Autoren und weniger bekannte Personen aus Gesellschaft und Wirtschaft ein, sich mit dem Thema “Flow.Control.” auseinanderzusetzen.
Einige der ersten Autoren gehen dabei der Frage nach, ob denn die Logik der Apparate tendenziell nicht überschätzt und die Macht der Identitäten gleichzeitig unterschätzt wird.
In einem der ersten Beiträge zum aktuellen Trendtag Thema “Flow Control – Selbstbestimmung statt Systemkontrolle” weist der Internetpublizist Tim Cole darauf hin, dass diese Symbiose zwischen Menschen und ihren Werkzeugen keineswegs neu sei. Und der Medientheoretiker Norbert Bolz bescheinigt gar den Werkzeugen im Cyberspace definitiven Spielzeugcharakter.
Wie auch immer die neuen Werkzeuge eingesetzt werden, am Ende des Tages sollen sie innerhalb der “Entscheidungskaskaden der modernen Welt” zu mehr Lebensfreude und zu jener optimalen Erfahrung verhelfen, die wir als Flow bezeichnen.
14. Trendtag: Matt Mason: "Der beste Weg, Raubkopierern die Stirn zu bieten und selbst weiterzukommen ist, die Piraten zu kopieren."
Das Thema des 14. Trendtags ist ‚Sozialer Reichtum’. Wie würden Sie sozialen Reichtum definieren?
Sozialer Reichtum kann unter wirtschaftlichen Aspekten betrachtet werden, indem man ihn als Allgemeingut versteht. Damit sind die Dinge gemeint, die allen gehören und allen offenstehen. Ausbildung und Gesundheitsversorgung sind zwei von vielen Komponenten, die üblicherweise zum sozialen Reichtum gezählt werden. Schaut man sich die geschichtliche Entwicklung der Wirtschaft an, dann erkennt man schnell, dass es all den Ländern gut geht, die viel Geld in Ausbildung und Gesundheit investieren. Wird sozialer Reichtum geschaffen, wird gleichzeitig Wohlstand für alle geschaffen. Man sollte Wirtschaft und sozialen Reichtum als eine Art Ökosystem betrachten, in dem jeder Bereich Aufmerksamkeit braucht, damit es als Ganzes funktioniert.
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14. Trendtag: Norbert Bolz: "Der neue Schauplatz des Kapitalismus ist das Soziale selber."
Im Trendbüro-Interview behandelt Trendtagsreferent Norbert Bolz das Trendtagsthema Sozialer Reichtum.
Warum ist sozialer Reichtum gerade heute ein großes Thema?
Der Begriff des sozialen Kapitals existiert ja schon länger. Gerade wenn man sich die Frage nach der Zukunft des Kapitalismus stellt, dann liegt sie nicht mehr beschlossen in den Lehrbüchern der klassischen Wirtschaftswissenschaft, sondern es hat sehr viel mehr zu tun mit der Dynamik, die sich in sozialen Netzwerken entfaltet. Soziale Netzwerke sind nicht nur eine Lust und ein Faszinosum, sondern sie sind auch eine Produktivkraft. In diesen sozialen Netzwerken wird offenbar das Soziale selber zu einer ökonomisch sehr bedeutsamen Produktivkraft. Das könnte man dann eben auf den Begriff des sozialen Reichtums bringen.
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13. Trendtag: David Bosshart
"Es gilt dem Kunden ein Stück Lebensqualität zu bieten"
Das Konsumentenverhalten verändert sich maßgeblich. Konsumiert wird nicht mehr, um Aufmerksamkeit zu erregen, sondern um Anerkennung zu bekommen. Das Marketing muss beginnen, eine ganzheitliche Perspektive auf den Konsumenten in seinem sozialen Kontext einzunehmen.
David Bosshart vom Gottlieb Duttweiler Institut, Rüschlikon/Zürich, spricht mit dem Trendbüro über künftige Herausforderungen an das Marketing.
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13. Trendtag: Willem Velthoven
"Anerkennung geben, die oft verwehrt bleibt."
Der Mitbegründer des Künstlernetzwerks Mediamatic, Amsterdam, spricht mit Trendbüro über Selbstdarstellung, Anerkennung und darüber, warum die meisten von uns im Internet gar nicht anonym bleiben wollen.
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13. Trendtag: Danny Choo
„Alternative Identitäten erlauben, was die reale Welt verbietet.“
Otaku ist die japanische Bezeichnung für Nerds, Geeks und generell Menschen, die sich einem Hobby in einer extremen Art verschreiben. Danny Choo spricht mit dem Trendbüro über diese Subkultur, deren Mitglieder eine spezifische Art von Identitätsmanagement entwickelt haben.
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